Meine Katze wird ausgestellt!!

Hier komme ich, Ashanti, wieder mal zu Wort, schließlich war ich auch in meiner Jugend auf Ausstellungen und habe deshalb wirklich Erfahrung.

  • Wenn Sie mit einer Katze zur Ausstellung gehen wollen, muss die Katze sich erst mal einwandfrei tragen lassen. Es gibt je nach Rasse unterschiedliche Präsentiergriffe, die Sie sich am besten von dem Züchter Ihrer Katze erklären lassen oder, Sie besuchen eine Ausstellung, schauen sich da um und lassen sich von einem Züchter dieser Rasse dort beraten. Das sollten Sie üben, denn glauben Sie mir, es regt eine Katze sehr wohl auf, auf einer Ausstellung zu sein und immer wieder aus dem Käfig gezerrt zu werden. Ich habe meinen Menschen des öfteren richtig zur Verzweiflung gebracht. Und wenn man dann so gehalten wird, wie man es daheim auch immer wieder mal wurde, dann ist es nicht gar so befremdlich, das Getue, das die Menschen da um uns Katzen machen.
  • Die Katze muss sich von Fremden anfassen lassen. Ist die Katze mittel bis sehr scheu, wird es für sie alles andere als erträglich auf einer Ausstellung.
  • Die Katze muss eine gültige Tollwut-Impfung haben ( min. 4 Wochen und höchstens 1 Jahr alt) und gegen Katzenseuchen und -schnupfen  geimpft sein. Das ist aus seuchenrechtlichen Bestimmungen und wirklich zum Wohle der eigenen als auch der anderen ausgestellten Katzen notwendig. (Meine eigenen ersten Babies waren im Alter von 12 Wochen auf einer Ausstellung, und obwohl ich dabei war, konnte ich sie nicht gegen einen bösartigen Virus schützen. Sie waren danach 1 Woche lang sehr krank. Wer weiß, was noch passiert wäre, wenn sie nicht anständig geimpft gewesen wären.) Außerdem sollte sie vollkommen gesund sein und weder Flöhe noch Milben noch eitrige Augen haben, oder was sonst noch mal einer Katze passieren kann. Man muss davon ausgehen, das auf jeder Ausstellung die eine oder andere kranke Katze durch die Kontrolle gelangt ist und je gesünder und stabiler die ausgestellte Katze ist, desto geringer ist die Chance, dass sie sich ansteckt. Denn vor dem Ausstellen und Richten der Katze muss erst die Eingangskontrolle überwunden werden, und da sind die Tierärzte oft sehr genau!
  • Die Grundvoraussetzungen sind da. Jetzt gilt es, eine Ausstellung herauszusuchen. Sind Sie bereits bei einem Katzenverein, fragen Sie dort nach, welche Vereine dort anerkannt werden. Das differiert von Verein zu Verein. Wählen Sie beim ersten Male eine Ausstellung, die nicht zu weit entfernt ist. Der tag wird für die katze anstrengend genug, da muss nicht zu Anfang schon 3 Stunden Autofahrt sein!
  • Melden Sie frühzeitig (6--4 Wochen vor Ausstellung) und füllen Sie das Meldeformular vollständig aus. Meist muss gleichzeitig die Meldegebühr eingezahlt werden., damit die Anmeldung bearbeitet wird. Überlegen Sie ob sie einen Einzelkäfig für Ihre Katze wollen oder einen Doppelkäfig. Bei kleinen Katzen /Rassen kann ein Einzelkäfig ( 70*70*70 cm) ausreichend sein, ansonsten ist, auch wenn er machmal Aufgeld kostet, ein Doppelkäfig bequemer!
  • Jetzt können Sie sich um die Käfigausstattung kümmern: Sie brauchen eine Unterlage für den Käfig ( Stück Teppichboden, Kleinteppich oder Ähnlichen in der Größe 70*70 cm bei Einfach-, 70*140 cm bei Doppelkäfig), eine leichte Auflage gleicher Größe als Abdeckung auf den Käfig ( damit dunkeln Sie den Käfig etwas ab, die Katze wird sich wohler  fühlen). Rechst und links an den Käfigseiten brauchen Sie Vorhänge 70 cm breit  mit Tunnel zum durchziehen der Aufhängung und ca. 75 cm lang. Ich nehme auch noch für hinter den Käfig mindestens 1 Vorhang dieser Größe mit und dekorieren ihn dann nach Lust und Laune. ZU guter letzt empfiehlt sich eine Folie, um die Katze vor unerwünschtem Betatschen  von Besuchern zu schützen. Diese gibt es meistens, ebenso wie das kleinen Ausstellungsklos, bei Händlern auf der Ausstellung selbst zu kaufen. Also merken: ein Ausstellungsklo brauchen Sie auch. Und Streu! Und natürlich 2 Näpfe für Wasser und  Trockenfutter. Nehmen Sie Nassfutter nur mit, wenn die Katze kein Trockenfutter frisst. Die Gefahr , dass die wunderschön gestylte Katze kurz vor dem Richten den Schwanz in den Nassfutter-Napf drückt, ist doch sehr groß